Teil 1 – Hardwareplanung & Entscheidung

Ziel dieses Teils

Bevor ich irgendetwas installiert habe, musste zuerst die wichtigste Frage geklärt werden:

Welche Hardware soll die Basis meines NAS / Homeservers bilden?

In diesem Teil geht es ausschließlich um:

  • Anforderungen an das System
  • Vergleich Eigenbau vs. Synology vs. Raspberry Pi
  • Auswahl von CPU, RAM und Storage
  • Kosten-/Leistungsabwägung

Ohne diese Entscheidung macht alles Weitere keinen Sinn.


Warum überhaupt ein eigener Server?

Ich wollte mehr als nur einen Netzwerkspeicher.

Das System sollte:

  • als NAS mit RAID laufen
  • mehrere Dienste parallel hosten
  • Virtualisierung unterstützen
  • 24/7 stabil laufen
  • Leistungsreserven haben

Ein reines „Dateien speichern“ hätte auch ein Fertig-NAS gekonnt.
Aber ich wollte Infrastruktur.


Option 1 – Fertig-NAS (z. B. Synology)

Eine Lösung wie die Synology DS225+ wäre der einfache Weg gewesen.

Vorteile:

  • Plug & Play
  • geringer Stromverbrauch
  • integriertes Ökosystem
  • wenig Wartung

Nachteile:

  • begrenzte CPU-Leistung
  • RAM stark limitiert
  • Virtualisierung nur eingeschränkt möglich
  • Herstellerbindung
  • Preis relativ hoch für die gebotene Hardware

Für reine Backups top.
Für mehrere produktive Dienste eher grenzwertig.


Option 2 – Raspberry Pi 5

Der Raspberry Pi 5 war ebenfalls eine Überlegung.

Vorteile:

  • günstig
  • sehr geringer Stromverbrauch
  • flexibel einsetzbar

Aber:

  • ARM-Architektur
  • keine echte Server-CPU
  • limitierte I/O-Leistung
  • Storage meist über USB
  • kaum Reserven bei mehreren Diensten

Für einzelne Projekte perfekt.
Für eine zentrale Infrastruktur nicht ausreichend.


Option 3 – Eigener Homeserver (Eigenbau)

Am Ende habe ich mich für einen gebrauchten Business-PC als Basis entschieden.

Warum?

  • x86-Architektur
  • echte Desktop-CPU
  • deutlich mehr RAM möglich
  • interne SATA-Anschlüsse
  • volle Virtualisierung
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Gerade für Proxmox und mehrere VMs ist das ein massiver Vorteil.


Meine gewählte Hardware

(An dieser Stelle kannst du deine konkrete Hardware exakt einfügen – ich schreibe es strukturiert, du ersetzt es mit deinen echten Komponenten.)

🖥 Basisgerät

HP EliteDesk Tower (gebraucht)

⚙️ CPU

Intel Quad-Core (x86, Virtualisierung unterstützt)

🧠 RAM

16 GB (erweiterbar)

💾 Storage

  • 2× 4TB Seagate IronWolf (RAID1 geplant)
  • separate SSD für Proxmox

🌐 Netzwerk

Intel I210 NIC


Warum diese Kombination?

1️⃣ CPU

Für Virtualisierung brauchst du:

  • mehrere Kerne
  • VT-x / VT-d Unterstützung
  • ausreichend Takt

Ein Business-PC bietet hier deutlich mehr Reserven als ein ARM-Board.


2️⃣ RAM

Virtualisierung frisst RAM.

  • Proxmox selbst
  • mehrere VMs
  • Container
  • Caching bei ZFS

Unter 16 GB würde ich heute nicht mehr anfangen.


3️⃣ Storage

Geplant ist:

  • RAID1 mit ZFS
  • Datensicherheit bei Ausfall einer Platte
  • Snapshots

Die SSD für das Betriebssystem trennt System und Daten sauber.


Kostenvergleich (realistisch betrachtet)

SystemPreisLeistungErweiterbarkeit
Synologyhochmittelbegrenzt
Raspberry Piniedriggeringbegrenzt
Eigenbaumoderathochvollständig

Beim Eigenbau bekommst du:

  • mehr Leistung pro Euro
  • mehr Kontrolle
  • mehr Zukunftssicherheit

Der Stromverbrauch ist etwas höher – aber für mich vertretbar.


Architektur-Vision

Das System soll später:

  • Proxmox als Hypervisor nutzen
  • mehrere VMs hosten
  • Dienste wie Nextcloud, Vaultwarden, WordPress etc. betreiben
  • Reverse Proxy & Cloudflare integrieren
  • zentraler Bestandteil meines Smart Homes sein

Es ist also nicht nur ein NAS –
sondern Infrastruktur.


Ergebnis dieses Teils

Am Ende von Teil 1 steht:

  • klare Hardware-Entscheidung
  • definiertes Ziel
  • ausreichende Leistungsreserven
  • Grundlage für Proxmox

Im nächsten Teil geht es an die Installation des Hypervisors.

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